Kategorien

Schnellkauf

Bitte geben Sie die Artikelnummer aus unserem Katalog ein.

Mehr über...

Informationen

Zuletzt angesehen

Malvista - Fina

Malvista - Fina

Statt 7,90 EUR
Nur 4,90 EUR

incl. 19 % UST exkl.

Weißwein

Mehr auf Ihrer privaten Seite

Bewertungen

Suche

Angebote

Probierpaket

Probierpaket "Luxus"

Statt 85,30 EUR
Nur 76,77 EUR

incl. 19 % UST exkl.

Sicher bezahlen mit...

sofortueberweisung.de

Partnerlinks

Warenkorb

Sie haben noch keine Artikel in Ihrem Warenkorb.

Willkommen zurück!

eMail-Adresse:

Passwort vergessen?

Beratung & Hilfe

Rufen Sie uns an. Wir helfen Ihnen gerne weiter!

01805/167111
(14 Ct./Min. DTAG)

Newsletter Anmeldung

eMail-Adresse

Bestseller

01. Adro Da Sé RESERVA

Ab 8,50 EUR
incl. 19 % UST exkl.

 

02. Vinho Verde - Casal Garcia

UVP 4,90 EUR
Ihr Preis 4,70 EUR
incl. 19 % UST exkl.

 

03. Malvista - Fina

Statt 7,90 EUR
Nur 4,90 EUR
incl. 19 % UST exkl.

 

04. Encruzado

Statt 7,90 EUR
Nur 4,90 EUR
incl. 19 % UST exkl.

 

05. Don Divino

Ab 3,90 EUR
incl. 19 % UST exkl.

 

Neue Artikel

Vinho Verde - Via Latina

Vinho Verde - Via Latina

4,70 EUR

incl. 19 % UST exkl.

Kundengruppe


Kundengruppe:Gast

News aus der Weinwelt

Externe Links

Rebsorten

QUELLE: ICEP PORTUGAL 2007

Portugal hat, was andere nicht haben: einen wahren Schatz autochthoner Rebsorten, die es nur in diesem Land gibt. Sie geben den Weinen ihren unverwechselbaren Charakter und erfreuen alle Entdeckungsreisenden im Meer der Genüsse. Schließen Sie Freundschaft mit einem Stück Europa.  

Auch beim Wein gibt es ein "Europa der Regionen". Freilich, zum einen sind da die unterschiedlichen Terroirs mit ihren Böden und Klimabedingungen. Sie sorgen dafür, dass etwa ein Chardonnay aus Frankreich anders schmeckt als einer aus Deutschland oder Norditalien. Aber wie, wenn ein Land sogar ganz eigene Rebsorten hätte, die es sonst nirgendwo gibt? Portugal ist so ein Land. Weinbau wird dort seit Jahrhunderten betrieben und hat sich durch die Lage des Landes am westlichen Rand Europas ungestört von äußeren Einflüssen entwickelt. So wurde ein weltweit einzigartiger Schatz eigenständiger Rebsorten bewahrt - der Fachmann nennt sie autochthon, griechisch für "aus dem Lande selbst" stammend.

Um Weine richtig zu verstehen, sollte man ihre Herkunft und vor allem die Sorte kennen. Traditionell wurden nicht nur in Portugal die Rebsorten selten auf den Etiketten deklariert. Sie werden auch sehr oft mit anderen kunstvoll gemischt. Aber gerade in Deutschland mit seinen überwiegend sortenrein ausgebauten Weinen sind Liebhaber gewohnt, auf die Rebsorte zu achten. Und nach dem Vorbild der Winzer aus der Neuen Welt werden heute in Europa vermehrt die Rebsorten auch auf dem Etikett angegeben, um dem Liebhaber die Wahl zu erleichtern.  

Über 300 registrierte Rebsorten gedeihen in Portugal, dessen Rebfläche mehr als doppelt so groß ist wie die deutsche. Aber keine Angst, Sie müssen nicht alle kennen, es sei denn, Sie wären Rebsortenforscher. Es gibt nämlich zwei bis drei Dutzend Trauben, die besonders charakteristisch sind. Sie prägen den Stil bestimmter Anbaugebiete, weil sie in den jeweiligen typischen Weinen besonders dominieren. Und sie werden auch - gelegentlich oder häufiger - sortenrein ausgebaut, sodass Sie den jeweiligen Typ gut erschmecken können.  

Loureiro, Touriga Nacional oder Arinto sind Namen, die sich dem Entdecker alsbald einprägen, denn ihr Geschmack ist unverwechselbar. Sie erschließen Ihnen Portugal leicht und können Ihnen in den einzelnen Anbaugebieten eine gute Orientierung bieten. Ein typischer Rotwein aus dem Alentejo wird von der Sorte Casteläo geprägt, herausragender Vinho Verde kann aus Alvarinho oder aus Loureiro gekeltert sein. Selbst wenn so genannte internationale Sorten wie Cabernet Sauvignon oder Syrah verwendet werden, sind in der Regel einheimische Trauben mit von der Partie - was den Weinen eben jenen unnachahmlichen portugiesischen Stil verleiht, den man am besten mit dem Wort authentisch beschreibt.  

Die wichtigsten Rebsorten

Rebsorten, rot:

ALFROCHEIRO | ALICANTE BOUSCHET | BAGA | CASTELÃO | ESPADEIRO | JAEN | TINTA BARROCA | TINTA MIÚDA | TINTA RORIZ | TINTA CÃO | TOURIGA FRANCA | TOURIGA NACIONAL | TRINCADEIRA

Rebsorten, weiß:

ALVARINHO | ANTÃO VAZ | ARINTO | AVESSO | AZAL | BICAL | ENCRUZADO | FERNÃO PIRES | LOUREIRO | MALVASIA FINA | MOSCATEL | TRAJADURA | VERDELHO

Rote Versuchungen

Von Alfrocheiro bis Trincadeira präsentieren sich hier die wichtigsten unter Portugal´s zahlreichen Rotweinsorten. Jede hat einen eigenen Charakter und sorgt dafür, dass die Rotweine unverwechselbar portugiesisch schmecken. Lassen Sie sich verführen. 

Keine Liaison dangereuse, eine gefährliche, sondern eher ein Liaison harmonieuse, eine harmonische Beziehung entsteht zwischen dem Genießer oder der Genießerin und den portugiesischen Rotweinen. Sie zeichnet eine besondere, erdverbundene Würzigkeit aus, die es nur in Portugal gibt. Die Bandbreite der Rotweine reicht von der eleganten Baga und modern gemachten, fruchtbetonten Douro- oder Alentejo-Weinen bis zu sehr lagerfähigen, dichten Garrafeiras (Spitzenqualitäten mit mindestens 30-monatiger Reifezeit, die es nur in Ausnahmejahrgängen gibt) aus dem Dão und natürlich zum Port. Der Liebhaber findet sehr oft rein portugiesische Cuvées, also eine Beimischung von Cabernet Sauvignon, Merlot oder Syrah. Die Tinta-Roriz auch Aragonêz genannt, zählen wir hier zu den Portugiesen, obwohl sie im Nachbarland Spanien als Tempranillo geläufig ist. Auch sortenrein ausgebaut kann man Weine aus den hier vorgestellten Trauben probieren, eine besondere Versuchung, gegen die man sich nicht sträuben wird. Dafür schmecken die Weine einfach viel zu gut!

ALFROCHEIRO - DER DUNKLE GEHEIMNISVOLLE
Ob er aus Portugal stammt oder sich aus freien Stücken im Dão angesiedelt hat, weiß niemand so genau. Ab und zu findet man' ihn auch im Alentejo. Seine pikante Würze wird in Cuvees sehr geschätzt, zu denen er kräftige Farbe, üppige Tannine und stabile Säure beisteuert. Er ist populär geworden, auch solo ausgebaut, und über- zeugt mit maskulinem Charme, Lakritz- und Schokonoten, herber Würze und einem wilden, ungezähmten Touch. Er passt zu kräftigen Fleischgerichten aus Zicklein, Lamm oder Rind mit reichiich Knoblauch, Zwiebeln und Kräutern, wie man sie im Dão mag. Mancherorts hat Alfrocheiro auch den merkwürdigen Namen "Pe do Rato" - Rattenfuß. Ein mysteriöser Typ. Der Wein zum letzten Band "Harry Potter"?

ALICANTE BOUSCHET - DIE DUFTIGE GESCHMEIDIGE
Sie ist aus Frankreich in das Alentejo und Ribatejo eingewandert, wo sie zu einer der wichtigsten Cuvee-Sorten wurde, Im Rjbatejo fühlt sich die starke Rote heimisch: Die Bedingungen am Fluss Tagus erinnern an das Languedoc. Im 19. Jahrhundert wurde sie In Frankreich von Henri Bouschet aus Petit Bouschet und Grenache gezüchtet - vor allem als Farbgeberin. In Portugal entwickelt die Sorte oft einen delikaten Blaubeerduft. Diese Note passt vorzüglich zu geschmorten Wildgerichten und zu den pikanten Kleinigkeiten, die im Alentejo gern vor dem Essen als acepipes serviert werden: Schinkenhäppchen, paprikawürzige Salami, frische Ziegenkäse oder eingelegte Fische.

BAGA - DIE KAPRIZIÖSE MONDÄNE
Eine der am meisten verbreiteten Rebsorten Portugals. Sie bevorzugt allerdings die reichhaltige, schwere Erde der Bairrada. Kein Wunder also, dass sie synonym nicht nur als Tinta Fina, sondern auch als Tinta Bairrada bezeichnet wird. Es ist nicht ganz einfach, der etwas eigen- willigen Traube ihr Potenzial zu entlocken. Sie hat - wie viele ihrer portugiesischen Kollegen - eine dicke Schale, ist ziemlich klein, reift spät und besitzt viel Säure. Diese Faktoren lassen sie Gefahr laufen, unreif geerntet zu werden oder am Stock ZI:J faulen - hier ist daher ein gutes Winzer-Händchen gefragt! Wenn die Baga einmal in der Flasche ist, kann sie warten. Nach angemessener Lagerzeit verwöhnt sie den Gaumen mit ausgeprägten Cassis-Noten und eleganten Tanninen. Das sind Weine, die zu edlen Wild-Terrinen und feinen Käsen munden. Oder einfach zum guten Buch.

CASTELÃO - DAS ROBUSTE KRAFTPAKET
Die tiefdunkelrote Rebsorte wächst im ganzen Süden Portugals. Im Ribatejo heißt sie Joao de Santarem, in Setubal Periquitaund im Alentejo TrincadefraPreta. Der EU war das zu viel Begriffsverwirrung, also legte sie den Namen Castelao fest. Die robuste Rote bringt zu- verlässig hohe Erträge und wurde lange vor allem in Cwees eingesetzt. Zusammen mit Trincadeira etwa in Setubai oder mit Tinta Roriz und Aragonez im Alentejo. Experimente mit reinsortigem Ausbau zeigten, das~ inder starken Roten noch weit mehr steckt: Himbeer-, rote Johannisbeer- und kräftige Gewürznoten (Lakritze und Zeder) vereinen sich mit eleganter Tanninstruktur - große Klasse! So etwas passt herrlich zu den Kaninchengerichten auf der Setübal-Halbinsel, den pikanten "Schweinereien" im Ribatejo oder den kräftigen Suppen des Alentejo. Castelao hat das Potenzial, noch viel Furore zu machen.

ESPADEIRO - DER FARBINTENSIVE VIELSEITIGE
Der autochthone Granatrote hat eine Fülle von Synonymen: Espadeiro Tinto, Espadeiro de Basto, Espadeiro Preto, Padeiro, EspaDão, Negrao, Farinhoto, Souzao Retinto, Sousen, Areal, Cinza, Farinhoto, Nevoeiro, Tinta dos Pobres, um nur einige zu nennen. Die Sorte ist vor allem im Vinho-Verde-Gebietzu finden. Zwar wird Trincadeira mancherorts auch Espadeiro genannt. Die beiden haben allerdings nichts miteinander zutun. Espadeiro wird vor allem in den roten Vinho-Verde-Cuvees eingesetzt und neuerdings auch reinsortig als Rose ausgebaut. Espadeiro liefert kräftig rosefarbene Weine, die nach Erdbeeren und Himbeeren duften und mit zartem Biss und spürbarer, aber nicht zu kräftiger Säure einfach Spaß machen. Sommerfrische pur!

JAEN - DER AROMATISCHE SPRINGINSFELD
Seine frühreife Art macht ihn ideal für den Anbau im Dão, wo er sich auf dem durchlässigen, granithaltigen Sand ausgesprochen wohl fühlt. Wenn ihm der Mehltau nicht in die Quere kommt. Auch im Bairrada und am Douro geht es ihm gut. Er liefert wenig Säure, aber reichlich Farbe und ist daher für Touriga Nacional oder Alfrocheiro Preto ein attraktiver Cuvee-Partner. Reinsortig ausgebaut ergibt er kirschfruchtige, an- sprechende Weine mit zarter Bitternote - ein wunderbarer, leichtfüßiger Essensbegleiter zu Pasta, Quiches oder Ragouts. Er hat nichts mit der spanischen Sorte Jaen Negro zu tun, ist aber genetisch identisch mit der nordostspanischen Sorte Tinta Mencilla. Vermutlich haben ihn Pilger von Santiago de Compostela mitgebracht.

TINTA BARROCA - DIE FRUCHTIGE VERLÄSSLICHE
Tinta Barroca ist vor allen: am Douro zu Hause; manchmal tritt sie auch als Tinta Grossa oder Tinta Gorda auf. Sie wird hauptsächlich in Cuvees und Portweinen eingesetzt; die Winzer schätzen sie wegen ihres zuverlässigen Ertrags. Sie braucht reichlich Sonne, um ihre fruchtige Süße vollständig entwickeln zu können: kein Problem an den im Sommer heißen Hängen des Dourotals. Auch in den Beiras herrschen gute Bedingungen für die Tinta Barroca. Ihre fruchtige Sanftheit macht sich in Cuvees ganz ausgezeichnet. Sie mildert allzu ruppiges Tannin und zeigt Anklänge an Schattenmorellen und duftige Beeren.

TINTA MIÚDA - Die Funkelnde Tiefgründige
Besonders gut geht es der kleinen, dunklen, spät reifenden Traube in der Estremadura. Das atlantische Klima südlich von Lissabon bekommt ihr gut. Feuchte Nächte verleihen ihr Frische, kühle Winde verstärken ihre Frucht. Ihre konzentrierten, reichhaltigen Aromen erinnern an Waldfrüchte, Veilchen - und Madeira! Weine aus Tinta Miuda funkeln im Glas leicht violett und überzeugen durch Komplexität. Ihre Art passt auch gut zu Fassausbau - und in Cuvees. Ob der Duke of Wellington eigentlich auch mal Tinta Miuda probiert hat? Er hat in der Estremadura Anfang des 19. Jahrhunderts eine Abwehrschlacht gegen die Franzosen geschlagen, die Lissabon einnehmen wollten.

TINTA RORIZ - DIE FEINE MILDE
Tinta Roriz hat viele Namen: Im Alentejo heißt sie Aragonêz, und in Spanien trägt sie den Namen, der unter WeinKennern wohl am geläufigsten ist: Tempranillo. Auf der ganzen iberischen Halbinsel ist sie verbreitet diese edle, in Portugal - vor allem rm Alentejo - tanninreiche und dunkel ausfallende Sorte:Tinta Roriz ist eine der wichtigen Sorten für die Portweinerzeugung und verleiht vielen Cuvées Rückgrat uno StruKtur. Immer öfter wird sie auch allein ausgebaut, mit sehr überzeugenden Ergebnissen. Ihre feinen Kirsch-, Himbeer- und Pflaumenaromen, gepaart mit leicht animalischer Note und Kräftigen Tanninen, machen Weine aus Tinta Roriz zu wunderbaren Essensbegleitern, namentlich zu Kräftigen, fleischigen Ragouts mit Lamm oder Rind oder auch zum Gänse braten. Tinta Roriz wird gern im Barrique ausgebaut und kann Dank des hohen Gerbstoffgehalts wunderbar altern. Im Anbau gibt sich die vermutlich vom Spätburgunder abstammende Sorte manchmal etwas heikel: Wird sie nur ein bisschen zu spät geerntet, nimmt sie das übel und schrumpft zur Rosine. Wer sie anpflanzt, gibt sich mit ihr also generell viel Mühe.

TINTA CÃO - DER DELIKATE HAUPTDARSTELLER
Als man ihn noch nicht richtig zu nehmen wusste, wurde er despektierlich "Hund" genannt - er gab sich kapriziös. Heute gilt er als eine der besten portugiesischen Rebsorten und wird vor allem am Douro angebaut. Er ist ganz besonders dickhäutig und widerstandsfähig und bringt dichte, kräuterige Weine hervor - besonders auf den schieferigen Anhöhen des Douro. Die Aromen erinnern zuweilen an weihnachtliche Gewürze wie Zimt und Anis. Eine tolle Note auch in Portweinen, in denen Tinto Cäo eine der wichtigen Rollen spielt. Im Laufe der Zeit wurde die große Klasse reinsortig ausgebauter Weine erkannt - neue Möglichkelten für Rebsorten wie Tinto Cäo. Man braucht es nicht so auszudrücken wie Cyrus Redding, ein englischer Weinautor des 19. Jahrhunderts, der die Vorliebe seiner Landsleute für Portwein ganz und gar nicht teilte und 1833 schrieb: "Weshalb die Engländer dle besten Weine des Douro nicht in ihrer puren Form, sondern nur abenteuerlich gemixt genießen, diese Frage kann nicht vernünftig beantwortet werden." Mittlerweile sprechen Rebsorten wie Tinto Cäo ganz einfach für sich selbst. Solo oder im Chor.

TOURIGA FRANCA - DlE STOLZE DICKHÄUTERIN
Vor ein paar Jahren hieß sie noch Touriga Francesa. Ein etwas missverständlicher Name, hat die wichtigste rote Rebsorte am Douro doch gar nichts mit Frankreich zu tun: Sie ist Portugiesin durch und durch. Also wurde der Name im Jahre 2001 offiziell in Touriga Franca geändert, um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen. Sie gehört zu den fünf wichtigsten Portweinsorten und wird auch in der Estremadura und der Bairrada gern angebaut. Touriga Franca gibt sich Krankheiten gegenüber unempfindlich und produziert unbeirrt gleichmäßig gute Erträge. Ihre dickhäutige Art stellt die Kellermeister aber vor Herausforderungen: Sie brauchen einiges Know-how, um der schönen Roten ihre Aromen vollständig zu entlocken. Gelingt dies, kann sie in Cuvees, zum Beispiel mit Touriga Nacional oder eben in Portweinen, ebenso auftrumpfen wie - zunehmend - als Solistin. Sie duftet und schmeckt oft nach Maulbeeren, Heidelbeeren und wilden Rosen, häufig mit leicht mineralischem Touch. Sie steht nämlich gern auf warmen Hängen und Terrassen wie am Douro, die für ihre den Weinen Mineralität verleihenden und Wärme speichernden Schieferböden bekannt sind.

TOURIGA NACIONAL - DIE TIEFGRÜNDIGE VERFÜHRERIN
Touriga Nacional ist eine der alten, ertragsarmen, kleinbeerigen portugiesischen Sorten, die das Zeug zum Weltstar haben. Tiefdunkelrot sind die Weine, und sie besitzen ein enormes Reifepotenzial. Ihre dichten Beerenaromen, komplexe Tanninstruktur und tolle Balance lassen sie zum unverzichtbaren Bestandteil im Vintage Port und in vielen roten Cuvees werden. Auch die reinsortige Variante findet immer mehr Liebhaber. Bis zur Reblauskatastrophe gegen Ende des 19. Jahrhunderts zählte Touriga Nacional zu den in Portugal am häufigsten angebauten Rebsorten; vor allem im Norden des Landes, im Douro und im Däo, wo sie wahrscheinlich auch herstammt Heute wird sie in allen Anbaugebieten kultiviert und entwickelt ü und Charakter - mit kleinen regionalen Besonderheiten. Etwas läßt sich in fast allen Weinen aus Touriga Nacional erschnuppern, eine mehr oder weniger deutliche Veilchennote! Achten Sie Josephine de Beauharnais, die illustre Gattin Napoleon hätte diese Rebsorte sicherlich geliebt: Bekanntlich war Veilchenduft ein wichtiger Teil ihrer Verführungskunst. 

TRINCADEIRA - DIE HERBE ELEGANTE
Trincadeira kommt aus dem Alentejo. Hier, im heißen und trockenen Süden Portugals, ist sie die traditionsreichste unter Sorten. Mancher Winzer war mit ihr zunächst nicht sehr weil sie keine zuverlässigen Erträge brachte und extre geerntet werden musste, bevor sie nämlich am Rebsto vertrocknete. Bald wurde aber ihr großes Potenzial entd ihr werden heute in ganz Portugal dichte, würzige Wein men von Pflaumen, Kräutern, Wild blumen und Schokolade Der Tanningehalt der Trincadeira ist so hoch, dass ihre Weine außergewöhnlich lange lagerfähig sind. Im Alter wird die Schöne dann milde, ohne ihre Würze zu verlieren. Trincadeira gilt als Rückgrat, Farbe und Struktur gebende Größe in vielen Cuvees Alentejo. Sortenrein ausgebaut kann sie eine edle Eleganz e die dem feinsten Festmahl den letzten Schliff verleihenka gens hat die Sorte einige Synonyme. Im Qouro nennt sie s Amarela; sonst tritt sie auch als Espadeiro, Mortagua un Algarve als Crato Preto auf.

Weiße Schätze

Von Alvarinho bis Verdelho reicht die Spanne der Weißweinsorten Portugals von denen wir die wichtigsten vorstellen. Sie werden Ihnen auf Ihrer Reise ins Portugal der Genüsse begegnen und sie garantiert erfrischen und erfreuen. Vor allem der Vinho Verde aus dem nördlichen Portugal ist Synonym für die herrlich frischen, dabei leichen Weißweine aus Portugal, die im Weißweinland Deutschland viele Freunde gewonnen haben. Kaum ein anderes Land bietet so viel Frische mit so wenig Alkohol. Aber in anderen Anbaubgebieten wachsen weiße Trauben – sgar in klassischen Rotweingebieten wie Dão, Douro, Alentejo oder im Ribatejo. Immer häufiger werden portugiesische Weißweine sortenrein ausgebaut. Es sind dann nicht selten die Spitzengewächse des jeweiligen Erzeugers, auf die er besonders stolz ist. Ein Grund mehr, sich mit den Sorten vertraut zu machen. Einer der bekanntesten Weinmacher Portugals nennt seine weiße Loureiro-Kreation „Passionada". Die Leidenschaftliche! In allen portugiesischen Weißweinen steckt eben Leidenschaft. Wer weiß, vielleicht werden Sie ein Loureiro-Lover, ein Alvarinho-Aficionado oder ein Encruzado-Enthusiast!

ALVARINHO - DIE DISKRETE SCHÖNE
Sie gilt als die am längsten im Vinho-Verde-Gebiet ansässige Rebsorte. Womöglich zählen Weißburgunder oder Sauvignon Blanc zu ihren Ver- wandten - ihr Charakter lässt jedenfalls auf hochkarätige Abstammung schließen. Lange Zeit wurde sie vor allem für die frischen, leichten Vinho-Verde-Cuvees verwendet, denen sie Struktur und fruchtige Noten verlieh. Seit einigen Jahren wird die edle Sorte (im Minho) auch solo ausgebaut und überzeugt mit üppigen Anklängen an gelbe und weiße Früchte, Blüten und Haselnüsse bei elegantem Körper. Eine Schöne, die mit ihrem stabilen Säuregerüst und ihrer erdigen Substahz sowohl zum Essen (Fisch mit sahniger Sauce!) als auch solo Spaß machen kann - eben "easy drinking" mit Niveau! Die Alvarinho-Traube hat sehr dicke Schalen, reift im feuchten, frischen, atlantischen Klima langsam heran und ergibt recht geringe Erträge.

ANTÃO VAZ - DIE UNKOMPLIZIERTE TEAMSPIELERIN
Niemand weiß genau, wo Antao Vaz herstammen mag - möglicher- weise aus dem Alentejo, wo sie als eine der ältesten Sorten gilt und mir ihrer unkomplizierten Art schon lange überzeugt. Sie bringt ge- wissenhaft ihre Erträge, ist dabei kaum anfällig für Krankheiten und lässt sich von Wetter-Wechselfällen nicht weiter beeindrucken. Sie reift recht spät, und ihr macht Trockenheit nicht viel aus. Deshalb ist sie bei den dortigen Weinbauern beliebt. Weißwein-Cuvees verleiht sie das gewisse Etwas...1hre jugendlichen Aromen verliert sie auch im Alter nicht. Ihre frischen Noten von Grapefruit ur leichten Fisch- oder Geflügelgeri(Id Limone passen ausgezeichnet ZL
 

ARINTO - DER SPRITZIGE CHARMEUR
Shakespeare erwähnt diese Sorte in seinem Heinrich VI. - sehii!o damals war Weißwein aus Portugal eine bekannte Erfrischung. Die Urahnen des Arinto sollen vom Rhein stammen. Kein Wunder, dass der frische Weiße mit seinem stabilen Säuregerüst und den knackigen Fruchtaromen nach Limone und Grapefruit an Riesling erinnert. Aber nur ein bisschen - der Arinto ist ein gestandener Südeuropäer mit cha- rakteristischem Schmelz. Seide Eigenschaften lassen ihn in Cuvees und reinsortig ausgebaut sehr gut aussehen, passend zu seinem hüb- schen Erscheinungsbild. Die Trauben wachsen dicht, regelmäßig und haben eine grünlich-durchscheinende Farbe. Was ein richtiger Char- meur ist, besitzt auch wunderbares Reifepotenzial. So wie Arintos eben: Sie altern in Würde und überraschen mit immer neuen Nuancen.

AVESSO - Der ZURUCKHALTENDE FEINE
Avesso ist eine der Rebsorten, die das atlantische Klima im Vinho- Verde-Gebiet lieben. Er stammt aus dem Gebiet "entre Douro eMinho", also "zwischen Douro und Minho". Die beständige Wärme und der reichliche Regen kommen seinem ruhigen Charakter entgegen. Seine feinen Apfel-, Aprikosen- und Birnenaromen runden die spritzigen, säu- rereichen Vinho-Verde-Cuvees ab und geben ihnen duftige Fülle, Im Anbau zeigt sich der Avesso unproblematisch und ertragreich. Nicht selbstverständlich unter den eigenwilligen portugiesischen Rebsorten. Ob er deshaib "Gegensatz"heißt? Das bedeutet "Avesso" auf Deutsch. Vielleicht liegt es aber auch am vergleichsweise hohen Zuckergehalt.

AZAL - DIE RUSTIKALE PRICKELNDE
Die kompakte, grüne Traube mit dßm charaktßristischen Aroma wird mitunter in Vinhos Verdßs ßingßsßtzt, dßnn dort passt siß ganz wun- dßrbar mit ihrßm Ißlchten Prickeln und den frischßn Aromen, die an grüne Äpfel, Limetten und frisch geschnittenes Gras erinnern. Eben verde - grün! Azal ist höchstens inse)ner Heimat sortenrein zu haben. Die Einheimischen der Region Minho an der nördlichen Atlantikküste Portugals sagen: "Man muss ihn schön mögen - wir mögen ihn." Jeder, der gern herben Cidre trinkt, wird ihn auch mögen. Trotz aller Säure: Der rustikale Azal ist die am spätesten reifende Rebsorte der Region. Wenn es im Herbst anhaltend regnet, kann es leicht sein, dass er am Stock fault. Wenn alles gut geht, bringt er hohe Erträge - und wird deshalb genauso gern gemocht wie wegen seiner kräftigen Säure.

BICAL - DAS FRECHE FRÜCHTCHEN
Die weiße Bical ist eine waschechte Portugiesin, die eine ihrer wichtigsten Eigenschaften schon in ihrer Muttersprache verrät: Bical heißt auf portugiesisch Säuerling. Einerseits sauer ist sie aber wahrlich nicht. Sie erinnert an erfrischende Zitrusfrüchte wie Limetten, was sie für die Schaumweinbereitung prädestiniert. Im Bai Portugals, tut sie sich gern mit dem robusten, i Pires zusammen. Beide ergänzen sich vorzüglich und Ribatejo wird sie angebaut. Im Däo trägt si cheihaften Namen Borrado das Moscas -Fliege Beeren sehr klein sind. Sie ist ein früh reifendes F sam behandelt werden will, denn sie ist rechte lig für Krankheiten. Sie wird auch Arinto de Alcob mit der Rebsorte Arinto nichts zu tun. Bical pa Variante ausgezeichnet zu cremigen Desserts. milden Käse gern.

ENCRUZADO - DER EDLE ALLESKÖNNER
Seinen Namen - der Gekreuzte - hat der we dass die ersten im Frühjahr erscheinenden wachsen. Er kommt vor allem im Däo vor, IJ Holzfass steckt, was ihm außerordentlich Granit- und Schieferböden der Region verleir Mineralität und edle Würze. Im Däo stehen oben in der vielfach noch urwüchsigen f- starken Temperaturschwankungen verleiher und Struktur - eine Struktur, die durch Ausbau im Holzfass nur noch unterstrichen werden muss. Feine Fruchtaromen von tropischen und Zitrusfrüchten, bei Fassausbau auch zarte bittere oder buttrige Noten, machen ihn zum Essensbegleiter par excellence, zu cremigen Gemüsegerichten etwa oder feinem Geflügel.

FERNÃO PIRES - DAS SANFTE MULTITALENT
Er ist eine der am weitesten verbreiteten weißen autochthonen Reb" sorten Portugals. Besonders häufig kommt er im Ribatejo vor, wo er früher auch zu Bränden destiliiert wurde. Die Rebsorte heißt mai nach ihm: Fernao Pires, mai nach ihr: Maria Gomes. Eines bleibt stets gleich: das zart fruchtige, an Grapefruit und grünen Pfeffer erinnernde Geschmacksprofil mit reiativmilder Säure, das ihn (oder sie?) gerade in Cuvees gut aussehen lässt. Fernao Pires mag reichhaltige Böden, urtd der Mehltau mag leider ihn. Er ist einer der ersten beim Austrieb und daher auch für späte Fröste etwas anfäilig. Das steckt er ins- gesamt aber durch seine milde Art weg, die ihn für viele Cuvees unentbehrlich macht. Er besänftigt zum Beispiel die säurefreche Bical und kann von Prickelndem bis Süßwein eigentiich alles - ein echtes Multitalent. Wird er reinsortig ausgebaut, erinnert er mitunter an den Chardonnay. Entsprechend ist Fernao Pires vom Aperitif bis zum Dessert ein gern gesehener Gast bei Tisch.

LOUREIRO - DER UNWIDERSTEHLICHE ABENTEURER
Die weiße Traube liefert schlanke Weine mit niedrigem Mostgewicht und filigraner Säure. Ihr Name weist schon ein wenig auf den Sorten- charakter hin: Loureiro heißt auf Deutsch "Lorbeer". Feine Würze ist die Haupteigenschaft des kernigen Typen, der mit seinen Aromen nach Apfel, Lorbeer, Muskat und delikatem Fleur-de-Sel-Finish Dinge wie gereifte Käse oder Oliven fest greift, mit ihnen spielt und immer neue Nuancen aus ihnen hervorlockt. Generell mag er Speisen gern wie ihn umschmeichelnde, sanfte Saucen. Besonders die jungen Typen erin- nern manchmal an saftige Rieslinge oder Silvaner mitjhren erdigen Aro- men von Pfirsich und Birne - und hauen mit ihrem würzigen Finish schier um. Vor allem im Vinho-Verde-Gebiet wird Loureiro an- und zu- nehmend sorten rein ausgebaut. Oder er verleiht Cuvees, zum Beispiel mit Alvarinho oder Trajadura, den letzten Schliff. Die granitenen Böden des Vinho-Verde-Gebiets verleihen dem Loureiro einen mineralischen Charakter. Loureiro ist eine sehr alte Rebsorte, die im Vinho-Verde- Gebiet vermutlich als zweite Sorte nach Alvarinho entwickelt wurde.

MALVASIA FINA - DAS HEIKLE ARBEITSTIER
Es ist gar nicht. so einfach, bei der Vielzahl der Malvasias durchzublicken, die den mediterranen Raum bevölkern. Die Stammmutter der Malvasia-Familie kam vermutlich aus Griechenland und wurde wahrscheinlich nach der griechischen Hafenstadt Monemvasia benannt. Von dort aus siedelte sie in verschiedenen Varianten erfolg" reich unter anderem In Italien, Frankreich, Spanien - und eben in Portugal. Hier kam sie bis nach Madeira, wo sie den Stil der dortigen Süßweine mitbestimmt. Malvasia Fina ist allerdings ganz etwas anderes. Sie heißt auch Vital oder Arinto do Däo und fühlt sich vor allem in nicht zu warmen, höheren Lagen wohl. Sie mag es nicht, wenn es zur Blüte regnet, dann verrieselt sie, wirft also Beerenansätze kurzer- hand ab. Wenn es ihr zu heiß wird, lässt sie ihre Trauben verschrumpeln. Gleichwohl liefert sie hohe Erträge und verleiht Cuvees schmelzige, kräftige Töne - eben den mediterranen Touch!

MOSCATEL - DER AROMATISCHE SCHMEICHLER
Der Moscatel gehört zu einer der ältesten Rebfamilien überhaupt. Griechen und Römer verbreiteten die Muskateller-Sorten in ganz Europa, wo sie sowohl als Tafeltrauben als auch als Weine Karriere machten. Ihr würziger Aromenreichtum ist bis heute in allen Ländern der Welt ein Top Act. In Portugal treten zwei Sorten auf: Moscatel Galego, zur Familie der Muscat blanc EI petits grains gehörend, die am Douro sortenrein in Edelstahl oder Holz ausgebaut und zu weißem Port- wein gemacht wird, und die Moscatel de Setubal, identisch mit der Muscat d'Alexandrie, die eine ieichtere Spielart ergibt. Aromareich sind beide Varianten: reife, tropische Früchte~nd Blüten, ein Finish, das an.. Mandeln erinnert - das lädt zum stillen Genießen ein. Aber auch zu Käse machen sich Moscatels beider Familien oft ganz hervorragend. Faustregel: Je intensiver der Wein, desto sahniger der Käse. Am Douro werden zum Käse gern Fruchtpasten oder Marmeladen serviert - eine köstliche Kombination. Und dazu dann ein Moscatel!

TRAJADURA - DIE SPRITZIGE LEICHTFÜSSIGE
Vinho Verde ohne Trajadura? Kaum denkbar. Die zuverlässige Ertragsbringerin ergibt zitrusfrische, in ihrer Jugend leicht bizzelnde Weine mit relativ hohem Alkoholgehalt. Sie besitzen die Leichtfüßigkeit, die für Vinhos Verdes so charakteristisch ist. Gleichzeitig ist sie eine der milderen Vertreterinnen der Rebsorten der Region, die gerne eingesetzt wird, um zum Beispiel den Loureiro ein wenig zu besänftigen. Auch mit Alvarlnho wird sie gern zusammen gebracht. Aus de Vinho-Verde-Gebiet ist sie nicht wegzudenken und wird dort au immer mehr angebaut. Ursprünglich stammt die Trajadura wohl aus d Region Mongäo, dem nördlichsten, an Spanien grenzenden Zip Portugals. In Galizien kennt man die leichte Weiße denn auch unt dem Namen Treixadura; auch dort wird sie vor allem in Cuvees ei gesetzt. Trajadura-Weine sind an heißen Sommertagen das ultimati Erfrischungsprogramm - und auch sonst ein herrlicher Aperitif.

VERDELHO - DER FEINWÜRZIGE KLASSIKER
Vermutlich wird die goldgelbe Traube seit dem 18. Jahrhundert Portugal angebaut. Zum einen war sie lange als Bestandteil d Madeira bekannt; zum anderen wird sie am Douro und im D angebaut, wo sie weißen Port ergibt oder trockene Weißweine, mit exotischer Würze, zarter Mineralität und frischer Zitrusnote üb zeugen - tolle Partner für Fischgerichte! Hier heißt die Rebso Gouveio. Verdelho wird gern ins Eichenfass gesteckt; das tut sein Aromen und seinem Alterungspotenzial gut. Verdelho war eine d Sorten, die ganz besonders unter der Reblauskatastrophe im au gehenden 19. Jahrhundert zu leiden hatten. Nur ein paar Rebstöc überlebten die Attacken des Schädlings. Auf Madeira musste in den siebziger Jahren gar ein offizielles Erhaltungsprogramm her, sonst wäre die feine Fruchtige dort ausgestorben. Im Norden Portugal´s steht sie vor allem In alten Weinbergen, zusammen mit Reben anderer Sorten. Das Potenzial dieser Sorte verlockt jedoch viele Winzer dazu, sie immer mehr anzubauen.

Zurück

 
Parse Time: 0.116s